Das Wirtschaftspraktikum am Alten Gymnasium (2008/09)
Wesentlicher Bestandteil jedes wirtschaftskundlichen Unterrichts muss der Praxisbezug sein. Darum gibt es am Alten Gymnasium das Wirtschaftspraktikum, und zwar bereits seit 1986. Es soll zwischen den wirtschaftlichen Grundkenntnissen, die im Unterricht erarbeitet werden, und der Praxis der Marktwirtschaft vermitteln. Dabei sollen die Schüler Einblicke in die betriebliche Praxis erhalten, die Arbeitswelt durch eigene Tätigkeit besser beurteilen lernen und die Erfahrungen einer Arbeitswoche mit ihren Herausforderungen und Belastungen machen. Anders als beim Betriebspraktikum in der Mittelstufe sollen die Schüler im Wirtschaftspraktikum nach Möglichkeit sowohl Einblicke in Betriebs- und Arbeitsorganisation als auch in Planungs- und Lenkungsentscheidungen erhalten.
Die SchülerInnen müssen sich jetzt im dritten Jahr selbst um Praktikumsplätze kümmern und haben dabei die Erfahrung machen müssen, dass das Finden eines geeigneten Platzes trotz der Praktikumsdatenbank www.cooperate.flensburg.de und einer umfangreichen Schulkartei zunehmend schwieriger wird. Es wird deshalb nicht leicht sein, das bislang sehr erfreuliche Niveau bei den anzufertigenden Praktikumsberichten auch zukünftig zu halten, doch das sollte weiter unser Anspruch sein.
Es besteht immer die Chance, die Praktikumswoche, die in diesem Schuljahr mit dem 26. Januar 2009 begann, um eine Woche zu verlängern. Leider machen noch zu wenige von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Claus-Henning Kuhrt
16.02.2006
Bericht: Wirtschaftspraktikum in Stockholm im Januar 2006
Wie in den letzten Jahren fand auch dieses Jahr im Rahmen des Wirtschaftspraktikums des 12. Jahrgangs ein Schüleraustausch mit dem Fria-Gymnasium Stockholm statt. Vom 23. bis zum 28.01.06 besichtigte die Gruppe von 14 Schülern sowohl Einzelhandelsbetriebe wie ICA als auch Produktionsbetriebe wie Siemens. All diese Betriebe liegen in und um Stockholm. Durch kompetente, in gut verständlichem Englisch gehaltene Führungen und Vorträge durch jeweils einen Mitarbeiter der Betriebe erlangten wir einen Einblick in die Welt von Produktion, Logistik und Handel.
Hendrik und Michel erfahren gerade
praxisnahe Einblicke pur.
Insgesamt besichtigten wir vier Unternehmen (ICA, Arla, Ericsson und Siemens), ein Opernhaus (Royal Opera Stockholm), ein Freilichtmuseum (Skansen) und eine Hilfsorganisation (Zenit). Die Unterbringung der Schüler erfolgte zu einem Teil in Gastfamilien, zum anderen Teil in einer Jugendherberge („af Chapman“), einem wunderschönen Segelschiff, umgebaut zu einer Jugendherberge, direkt im Zentrum und gut erreichbar gegenüber dem königlichen Palast gelegen. Neben den Pflichtveranstaltungen (Besichtigung der Betriebe) blieb noch etwas Freizeit, die zum größten Teil zum Shoppen und für Stadtbesichtigen genutzt wurde. Abends blieb meist Zeit, um etwas mit den Gastgeschwistern zu unternehmen. Hierzu gehörte z.B. zum Bowling zu gehen, ein Kinobesuch oder ein Eishockeyspiel der ersten schwedischen Liga.
Alles in allem gab es in der Woche ein straffes Programm, das allerdings durch eine gute Organisation und eine lockere Umgangsweise und Atmosphäre untereinander zu schaffen war.
Insgesamt stellt der Schwedenaustausch eine gute Alternative zum Wirtschaftspraktikum dar und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen.
Kai Fechner, 12. Jahrgang
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